Augenärztliche

Untersuchungstechniken


Sehschärfeprüfung beim Kind

Die Feststellung der Sehschärfe ist insbesondere bei Kindern mit Amblyopieverdacht wichtig. Die Untersuchung ist meist ab dem 3. Lebensjahr möglich. Wir beginnen immer mit einer beidäugigen Prüfung und achten hierbei darauf, ob unter beidäugiger Sehanforderung eine Kopfzwangshaltung auftritt, ob ein Schielen auftritt oder verstärkt und mit welchem Auge fixiert wird. Danach erfolgt immer eine seitengetrennte Prüfung. Sie wird bei Kindern im Schulalter mit Zahlen oder Buchstabenreihen durchgeführt.
Bei kleineren Kindern benutzen wir bevorzugt LEA- Kindersymbole oder "E"-Zeichen, die in verschiedenen Orientierungen gezeigt werden. Die "Beine des Tisches" können also mal nach oben nach links, nach rechts oder nach unten zeigen. . Den Test mit den LEA-Symbolen kann man vorbereiten. Man druckt sich die LEA-Symbol-Vorlage (AcrobatReader-Datei) zweimal aus und gibt dem Kind eine davon. Die eigene zerschneidet man und erhält so vier Symbolkarten. Das Kind soll auf der Vorlage das Symbol heraussuchen, welches die Mutter oder der Vater gerade  hochhält

 

LEA-Kindersymbole

Orthoptische Untersuchungen

Unsere Orthoptistin Frau Schnelke ist speziell ausgebildet, bei Kindern die Augenstellung, die Fixation, das Stereosehen und die Sehschärfe zu prüfen. In einigen Fällen von hartnäckiger Sehschwäche trainiert sie die Augen mit speziellen Übungsgeräten. Untersuchungsergebnisse diskutiert sie mit ihrem Chef. Gemeinsam beratschlagen sie über eine etwa notwendige Therapie.

Biomikroskopie des Auges

An einem speziellen Mikroskop, der Spaltlampe, werden die vorderen Augenabschnitte untersucht. Es wird insbesondere darauf geachtet, ob die brechenden Medien des Auges klar sind und ob sich Hinweise auf einen erhöhten Augeninnendruck finden.

Augenhintergrunduntersuchung

Der Augenhintergrund (Netzhaut, Sehnerv) wird mit speziellen Lupen und Beleuchtungseinrichtungen betrachtet. Wir bevorzugen die indirekte Ophthalmoskopie, die eine sehr genaue Untersuchung unabhängig von der Lage des Kindes erlaubt.


Spezialuntersuchungen in der Praxis je nach Fragestellung

Perimetrie (Gesichtsfelduntersuchung): hier wird überprüft, wie weit exzentrisch das Auge Sehdinge erkennen kann. Bei Grünem Star und bei Tumoren kommt es zu Gesichtsfeldausfällen.
Tonometrie (Augeninnendruckmessung): Der Augeninnendruck ist der stärkste Risikofaktor für die Schädigung des Sehnerven beim Grünen Star (Glaukom)
Gonioskopie (Betrachtung des sog. Kammerwinkels): Einige Glaukomformen zeigen im Kammerwinkel (siehe Anatomie) Veränderungen.

Spezialuntersuchungen außer Haus
Elektroophthalmologische Untersuchungen (ERG, VECP, EOG): Diese Untersuchungen
prüfen, ob die Netzhaut oder die Sehrinde bei Reizung mit elektrischen Potenzialen antwortet. Das kann bei verschiedenen Krankheiten vermindert oder ausgelöscht sein.
Sonographie (Ultraschall): Bei starken Linsentrübungen oder Blutungen kann der Augenarzt nicht in das Auge sehen. Schallwellen durchdringen die Trübungen. Auf diese Weise können unsichtbare Teile des Auges auf dem Bildschirm sichtbar gemacht werden.
CT (Computertomographie) oder MRT (Magnetresonanztomographie = Kernspintomographie bei V.a. hirnorganische Ursache): Ergibt sich aus den Untersuchungen der Augen ein Hinweis auf eine Erkrankung des Gehirns, können diese Untersuchung darüber Aufschluss geben.